Moderation, nicht Vortrag
Impulse von maximal zehn Minuten, danach steht die Gruppe im Mittelpunkt.
Der Unterschied klingt klein, ist es aber nicht: Coaching arbeitet an Ihrer Person. Dieser Workshop arbeitet an konkreten Gesprächen, die in den nächsten Wochen anstehen.
Viele Führungstrainings gehen von einer erfahrenen Führungskraft aus, die ihren Stil verfeinern möchte. Die Ausgangslage bei frisch beförderten Teamleitern ist eine andere. Es fehlt nicht an Führungswissen im Allgemeinen, es fehlt an Erfahrung mit der einen konkreten Situation: dem ersten schwierigen Gespräch mit jemandem, der noch letzte Woche am Nebentisch saß.
Deshalb verzichten wir bewusst auf breite Führungsmodelle, Persönlichkeitstests oder Coaching-Gespräche über Ihre Rolle als Person. Stattdessen steht am Anfang jedes Moduls eine sehr kurze Einordnung, maximal zehn Minuten, danach wird geübt.
Vor dem Workshop bitten wir jede angemeldete Person, kurz eine reale Gesprächssituation zu beschreiben, anonymisiert und ohne Klarnamen. Diese Fälle bilden das Rückgrat der Rollenspiele. Konstruierte Fallstudien aus Lehrbüchern kommen nicht vor.
Ein Rollenspiel wird selten beim ersten Versuch stimmig. Wir unterbrechen, geben eine kurze Rückmeldung und lassen die Szene noch einmal laufen. Das fühlt sich anfangs ungewohnt an, sorgt aber dafür, dass sich am Ende ein Satz wirklich anders anfühlt als am Anfang.
Wer immer nur die Führungskraft spielt, lernt nicht, wie sich Kritik von der anderen Seite anfühlt. Deshalb wechseln die Rollen innerhalb der Übungen bewusst. Viele Teilnehmende berichten im Anschluss, dass genau dieser Rollentausch am meisten verändert hat, wie sie ihre eigenen Formulierungen wählen.
Bei mehr als zehn Personen bleibt für ausführliche Rollenspiele keine Zeit mehr, und die Übungen verkommen zur Pflichtaufgabe. Die Gruppengröße wird deshalb bewusst klein gehalten, auch wenn das bedeutet, dass Termine früh ausgebucht sein können.
Am Ende von Tag zwei schreibt jede Person auf, welches konkrete Gespräch als Nächstes ansteht, mit ungefährem Datum. Kein allgemeiner Vorsatz, sondern eine konkrete Erinnerung an sich selbst, die mit nach Hause genommen wird.
Die Trainer moderieren, geben Impulse und unterbrechen Rollenspiele an den richtigen Stellen. Sie halten keine Vorträge über Führungsphilosophie und bewerten niemanden vor der Gruppe. Rückmeldung zu einzelnen Übungen erfolgt möglichst konkret und bezogen auf beobachtbares Verhalten, nicht auf die Person.
Diese Zurückhaltung ist Absicht. Der Workshop soll Ihnen ein eigenes Repertoire an Formulierungen und Reaktionen aufbauen, nicht die Meinung eines Trainers über gute Führung vermitteln.
Impulse von maximal zehn Minuten, danach steht die Gruppe im Mittelpunkt.
Die eingebrachten Fälle der Teilnehmenden bestimmen, welche Szenen geübt werden.
Wenn Sie unsicher sind, ob dieser Ansatz zu Ihrer Situation passt, schreiben Sie uns kurz. Wir antworten ehrlich, auch wenn die Antwort „eher nicht“ lautet.
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